Archiv der Kategorie 'Freiberger Zustände'

Professorenbrief zu den Äußerungen von Prof.Dr. Hessenkemper

Eine längst hinfällige Stellungnahme zu den Äußerungen von Prof. Dr. Hessenkemper von anderen Professoren der TU Bergakademie Freiberg.
http://www.freiepresse.de/FILES/SERVICE/Professorenbrief.pdf

Kommentar von René Kaiser (AfD-Mittelsachsen) zur Stellungnahme des Conne Island vom 07.10.2016

Anmerkung der Gruppe Rotkäppchen:
Wäre der Text auf Facebook zum Kommentar von René Kaiser und der Kommentar nicht von der AfD, so könnte dieser von NPD, Die Rechte oder von einer anderen extrem rechten Bewegung sein. Der Sprachgebraucht lässte kaum Hetzerwünsche offen: linksextrem, Bahnhofsklatscher, Kulturbereicherer oder Fremdlinge.
Beide Texte spiegeln in keiner Form, die Realität und Probleme unseres geliebten Conne Islands wieder. Sie dienen lediglich zur Diffamierung des politischen Gegners.

Der dazugehörige Text auf Facebook:

vom 12.10.2016

„Antanz-Verbot“ in Leipzig-Connewitz! Wird es jetzt sogar dem linken „Conne Island“ zu „bunt“?

Selbst das linksextreme „Conne Island“ (offiziell ein alternatives Jugend-Kulturzentrum) im Leipziger Stadtteil Connewitz wird mit der Wirklichkeit konfrontiert. Die Welle der grenzenlosen „Bereicherung“ hat den berüchtigten Stadtteil Connewitz eingeholt. Da wohnt schon etwas Ironie inne, wenn sogar die Bahnhofsklatscher die Probleme der „Kulturbereicherer“ öffentlich machen (müssen). In mehreren Fällen kamen die Mitarbeiter des „Jugendtreffs“ nicht daran vorbei, sogar (verhasste) Polizisten anzufordern, die ansonsten nur als Prügelknaben (im wahrsten Sinne des Wortes) herhalten dürfen.

In diesem Zusammenhang stellt sich uns die Frage: Wäre die Polizei auch zu Fuß, mittels Bus bzw. Bahn rechtzeitig dort eingetroffen, wenn mal wieder ihre Einsatzfahrzeuge gebrannt hätten? Denn auf diese hat es das linksextreme Klientel bekanntermaßen oft abgesehen… Anscheinend wurde an diesen „besonderen Tagen“ mal eine Ausnahme gemacht. Vielleicht blieb aber auch schlichtweg keine Zeit, weil man anderweitig „beschäftigt“ war… Anbei ein Kommentar des mittelsächsischen AfD-Kreisverbandsvorsitzenden, René Kaiser:

Kommentar von René Kaiser

vom 10.10.2016

Für den Ideologen ist es ein Dilemma, wenn das Problem übergriffiger Fremdlinge sich nicht mehr ignorieren lässt. Das zeigt diese Veröffentlichung von Conne-Island, einem bekannten linken „Kulturzentrum“ im Leipziger Stadtteil Connewitz (SIEHE HIER).

Denn von Anfang an hat die AfD das Problem thematisiert, was ihr von linker Seite das Stigma „rassistisch“ einträgt – und nun, wo es den Tolleranten (Rechtschreibefehler gewollt) zu übergriffig wird und sie um das Problem nicht mehr herumkommen, schlägt der Bumerang zurück: Entweder du machst die Beine breit und duldest, was man dir antut – oder du bist ein Rassist.

Doppelt autsch: angegrabbscht zu werden UND auf dem Boden der Realität aufzuschlagen.

Viel Spaß bei der Suche nach einer politisch korrekten Problemlösung.

Gegen Rechts?- Nicht mit uns.

In zwei Tagen sollte das erste von uns organisierte Konzert stattfinden. Eigentlich……

Es war der 19.12.2015, nach dem „Nasty-Konzert“ in Leipzig, als zwei Personen aus unserer Gruppe auf die Idee kamen: „Freiberg kann mal wieder ein paar sinnvolle Veranstaltungen vertragen.“. Denn schon seit geraumer Zeit, gibt es in Freiberg keine wirklich guten Veranstaltungen, für musikalisch alternativ orientierte Personen.

Die Grundidee stand schnell fest. Man wollte anfangs vier Konzerte, im Jahr 2016 veranstalten. Das Ganze jeweils mit unterschiedlichen Benefizhintergründen. Jedoch merkten wir schnell, dass wir uns mit der Zahl an Konzerten übernommen hatten. Somit wurde die Zahl auf zwei herunter korrigiert. Als Rahmen für die Konzerte, sollte das bei uns bekannte und geschätzte Konzept, unserer Lieblingslocations, wie dem Juha Rosswein, dem AJZ Leisnig oder auch dem Treibhaus Döbeln herhalten. Dies bedeutet: Am Anfang 3-4 Bands aus den Bereichen Hardcore, Punk oder Metal. Anschließend zur Aftershow elektronische Musik, in unserem Fall sollte dies Techno sein.

Als das feststand, begann man damit ein genaueres Konzept anzufertigen. Dabei inbegriffen, Bands und Locations anzufragen.

Betrachtet man den Zeitpunkt in dieser Geschichte, so haben wir Januar 2016. Jetzt beginnt das eigentliche Problem: die Location. Die erste Fragerunde richtete sich an zwei in Freiberg bekannte und zwei weniger bekannte Locations. Von einer kam bis heute keine Antwort, über die Gründe kann man nur spekulieren. Die zweite Bekannte haben wir über eine dritte Person angefragt, welche dort aktiv ist. Daraufhin bekamen wir auch nie eine Antwort. An dieser Stelle räumen wir ein, dass es ein Fehler war, nicht selber direkt Kontakt aufgenommen zu haben! Aufgrund dieser Tatsachse, wissen wir nicht, wie sich die Location entschieden hätte. Die erste der weniger bekannten Locations, konnte uns leider nicht unterstützen, aufgrund der zu diesem Zeitpunkt herrschenden Platznot.
Die letze und gleichzeitig selbsternannte „Underground-Loca“, hatte mit unserem Vorhaben ein Problem. Man wolle keine: „Plattform für irgendwelche Politik-Propaganda sein!!!“. Ein Konzert gegen Rechts gleich Politik-Propaganda? Dazu später mehr.

Als nächstes hatte man die Idee, dass Konzert illegal auf einer Halde durchzuführen. Man hatte schon soweit alles zusammen. Auch Technik sollte kein Problem darstellen. Diese kam von einer sehr kooperativen Location. Von dieser wurde auch angeboten das Konzert bei ihnen zu machen. Da diese leider nicht in Freiberg liegt, haben wir das Angebot ausgeschlagen, denn man möchte eben wieder in Freiberg solche Veranstaltung etablieren! Letztendlich scheiterte diese Idee, weil die Location die Technik doch zurückzog. Die Gründe sind in diesem Fall absolut verständlich! Wir bedanken uns an dieser Stelle nochmal für das Vertrauen und hoffen, dass man vielleicht mal irgendetwas anderes zusammen organisieren kann.
Eine andere Location, die bereit war das Konzert durchzuführen, konnten wir in dieser Zeit mit den uns nur gering zur Verfügung stehenden Mittel nicht bezahlen.

So verging erstmal wieder einige Zeit, in der man weiter plante, dass Line-Up fertigstellte und neue Ideen sammelte. Mittlerweile haben wir Anfang April. Es ist soweit alles fertig. Die Bands sind bestätigt, dass Konzept fertigt und die Lust auf das Konzert steigt. Es fehlte nur noch die Location.

Als eine der letzten Alternativen, fragte man eine Location die wir aufgrund der örtlichen Begebenheiten nicht favorisiert hatten. Die Location war von der Idee nicht abgeneigt, konnte aber bei unserem Treffen auch nicht eindeutig zu sagen. Eine Woche später kam dann die Absage. Die Gründe sind für uns zum Großteil nachvollziehbar. Trotzdem fanden wir das sehr schade! Aus Zeitdruck, da man am Tag der Absage eigentlich mit der Werbung für das Konzert beginnen wollte, fragten wir nochmal drei bekannte Locations auf direktem Weg. Eine konnte das Konzert aufgrund von Zeitmangel nicht einschieben. Für uns völlig akzeptabel. Die zweite Location begründete unserer Anfrage ebenfalls mit Zeitmangel an den von uns vorgeschlagenen Terminen. Schaut man auf der Webseite der Location, so findet man für die von uns vorgeschlagenen Termine keine Veranstaltungen. Die letzte der angefragten Locations, fand die Idee prinzipiell gut. Man wollte sich beratschlagen und dann mitteilen wie die Entscheidung aussieht. Nur über Dritte erfuhr man von der Entscheidung, dass die Location das Konzert nicht durchführen möchte. Ebenso hörte man über dritte Personen von der Location, eine „unpolitische“ Ausrichtung zu haben.

Genau diese Aussage, hätten wir auch im Falle, einer nicht erfolgten Benachrichtigung von der Location uns selber gedacht. Doch warum ist das so?

Das es in Freiberg, schon seit langer Zeit, um die Wirkung der Stadt, als um wirklich konkrete Politik, beispielsweise gegen rechts geht, kann man auf afg.blogsport.de nachlesen. Dazu einfach folgenden Link aufrufen: http://afg.blogsport.de/2015/12/08/weltoffenheit-als-farce/. Dass es aber scheinbar auch der Freiberge Kultur/Jugendkultur schwer fällt, sich aktiv für andere Menschen einzusetzen, hätten auch wir nicht gedacht. Uns ist wohl bewusst, dass ein solches Konzert, auch mit Aufwand für die Locations verbunden ist. Dem entgegen steht unser Konzept. Für die Location wäre es einfach gewesen, dieses mitzutragen. Man hätte sich um nichts kümmern müssen. Um die eigenen Unkosten zu decken gab es auch Lösungsvorschläge, welche auf jeden Fall funktioniert hätten. An dieser Stelle gilt: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg“. Dieser Wille ist in Freiberg, bei einem Großteil der Clubs, nicht zu erkennen! Dabei trifft es der Verweis, auf die vermeintlich unpolitische Haltung gut.

Zu dem Begriff „unpolitisch“. Für uns gibt es dieses Wort nicht! Politik ist das Element, welches das Leben, eines jeden Menschen bestimmt. Es entscheidet darüber ob Menschen in Krieg oder Frieden leben. Es entscheidet darüber ob Menschen Arm oder Reich sind. Es entscheidet über soziale Konflikte und Fragen. Auch das jeweilige Gesellschaftsmodell hängt von genau diesem Element ab. Natürlich ist das sehr allgemein gehalten. Wir wollen damit nur darauf hinweisen, dass wir ständig damit in Verbindung sind.
Eine Location ist ein Ort der Vielfalt, dies gilt für die Kultur und die Menschen welche diese besuchen. An diesen Orten werden Vorträge gehalten, Lesungen durchgeführt und Konzerte veranstaltet. Daher stellt sich für uns die entscheidende Frage: „Warum schaffen es einige Locations in Freiberg nicht, sich von den Menschen, welche genau diese Vielfalt abschaffen wollen, deutlich und entschlossen zu distanzieren?“.
Gerade in Zeiten der neurechten Bewegungen, wie der AfD, Pegida, Identitären oder auch populistischen Bündnissen, wie „Wir sind Deutschland“, wäre eine solche Distanzierung sehr wichtig.
Weiterhin scheint nie eine Einzelfallprüfung von Bands in den jeweiligen Locations stattzufinden. Denn wie im untern hinterlegten Flyer zu sehen ist, sollten an dem Abend lokale Bands aus der Region spielen. All diese Bands sind schon mal in Freiberg aufgetreten, dass störte dann offensichtlich niemanden. Dabei wäre der Auftritt bei uns derselbe gewesen, wie sonst auch. All diese Bands unterstützen unser Konzept und teilen unsere Ideen. Das Problem dabei? Wir hatten einen genauen Hintergrund für eine gute Sache.

Zusammenfassend betrachtet, scheint in Freiberg das Interesse an solchen Veranstaltungsformen gering zu sein. Trotzdem werden wir an diesem Konzept festhalten und genau diese Veranstaltung, noch diese Jahr in Freiberg durchführen! Wir haben noch nicht alle Möglichkeiten probiert und sind daher optimistisch, dass wir Erfolg haben werden!

Im Namen der Toleranz sollten wir das Recht beanspruchen, die Intoleranz nicht zu tolerieren!

Stay PUNK!

Rotkäppchen Freiberg im Mai 2016

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